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Venenleiden
Was ist ein Venenleiden?

Das Venenleiden ist relativ weitverbreitet in der Bevölkerung. Zu den häufigsten Arten des Venenleidens gehören die Krampfadern und sog. Besenreiser. Die Symptome und auch Ursachen für ein Venenleiden sind jedoch recht unterschiedlich und können sowohl erblich bedingt sein als auch an bestimmten Lebensumständen liegen.

Bei vielen Betroffenen sind therapeutische Maßnahmen nötig, um eine Verschlimmerung der Symptome einzudämmen und mögliche resultierende Folgeerkrankungen zu verhindern. Der erste Ansprechpartner bei Verdacht auf ein Venenleiden ist stets der Hausarzt, dessen therapeutische Handlungsoptionen allerdings in akuten Fällen rasch begrenzt sein können. Qualifizierte Venenspezialisten sind sog. Phlebologen.

Die Entstehung eines Venenleidens kann je nach Ausprägungsform sehr unterschiedliche Ursachen haben. Häufig liegen die Gründe in einem schwachen Bindegewebe oder einer geschwächten Venenmuskulatur sowie einer gestörten Funktion der Venenklappen.

Allerdings können auch andere Faktoren für die Entstehung eines Venenleidens verantwortlich sein. So ist die Entstehung eines Venenleidens teilweise eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen, weshalb es besonders wichtig ist, bei der Entstehung von Krampfadern, dem Gefühl schwerer Beine oder Schwellungen, die häufig am Ende des Tages auftreten, einen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose über die auslösenden Faktoren ist entscheidend, um mögliche Risikofaktoren ausschließen zu können.

Diagnose Venenleiden

Obwohl Schätzungen zufolge viele Menschen in Deutschland von krankhaft veränderten Venen betroffen sind, erkennen viele die ersten Symptome nicht als Warnsignal ihres Körpers. Doch bereits häufig kribbelnde Beine, Schwellungen an Knöcheln und Füßen sowie farbliche Veränderungen der oberflächlichen Venen an den Beinen können auf den Beginn eines Venenleidens hindeuten. Deshalb kann es für den weiteren Verlauf des Venenleidens entscheidend sein, bei ersten Beschwerden unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, um eine fundierte Diagnose zu erhalten. Je früher einem beginnenden Venenleiden entgegengewirkt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Zudem kann die Diagnose über die Ursachen eines Venenleidens auch andere mögliche Erkrankungen aufzeigen.

Therapie Venenleiden

Ein Venenleiden ist heilbar. Für eine erfolgreiche Therapie ist es entscheidend, frühestmöglich mit der Behandlung zu beginnen und bereits bei Verdacht auf ein Venenleiden einen Arzt aufzusuchen.

Je nach Art und Ausmaß gibt es verschiedene Maßnahmen zur Therapie eines Venenleidens. Während bei einer Reihe von Patienten eine Änderung der Lebensgewohnheiten schon erste Erfolge zeigt, sind in schwerwiegenderen Fällen Medikamente oder gar operative Eingriffe zur Therapie eines Venenleidens notwendig. Generell gilt für erblich vorbelastete Patienten und Betroffene, die therapeutische Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen haben, ein einfacher Leitspruch zur weiteren Vorbeugung eines Venenleidens: lieber Liegen und Laufen, statt Sitzen und Stehen.

Was ist ein Venenleiden?

Blutgefäße, die im menschlichen Körper das Blut zurück zum Herzen leiten, bezeichnet man als Venen. In ihnen befinden sich der Großteil des Blutes aus dem Blutkreislauf. Venen sind zudem für die Wärmeregulierung des Körpers zuständig und werden unmittelbar durch die Muskelfunktion in den Beinen unterstützt.

Es gibt unterschiedliche Arten von Venenleiden, die infolge verschiedener Ursachen auftreten können:

Venenleiden in Form von Krampfadern und Besenreisern

Die wohl häufigste und bekannteste Art von Venenleiden sind die sog. Krampfadern, fachärztlich als Varikosis bezeichnet, sowie ihre Unterform der Besenreiser. Bei einem gesunden Menschen leiten die Venen sowie die zugehörigen Venenklappen das Blut zum Herzen. Für den Bluttransport aus den Beinen bedeutet dies, dass die Venen gegen die Schwerkraft arbeiten müssen, um das Blut aufwärts zu pumpen. Sind die Muskulatur oder das Bindegewebe der Venen geschwächt oder funktioniert die natürliche Ventilfunktion der Venenklappen nicht ausreichend, kann nicht das gesamte Blut auf einmal von Klappe zu Klappe befördert werden. Dadurch kommt es zu einem Rückfluss des Blutes und es entsteht ein Druck, der irgendwo in den Venen verbleiben muss. Bei einem Venenleiden schwellen die Venen an. Die Schwellung verursacht eine Überdehnung der Venenmuskulatur, die nach einer kurzen Zeit sichtbar nach außen treten kann. Das Venenleiden Krampfadern kann daraufhin entstehen.

Das Venenleiden in Form von Krampfadern wird sichtbar als meist schlangenlinienförmige Adern an der Oberfläche des Beins, die häufig bläulich verfärbt sind und kleine Knötchen aufweisen können. Schwellungen, Rötungen und unangenehme druckartige Gefühle in den Waden treten als Begleiterscheinung der Krampfadern/des Venenleidens auf.

Venenleiden in Form einer Venenentzündung

Die schmerzhafte Venenentzündung, eine weitere Form des Venenleidens, kann als Folge von Krampfadern entstehen, medizinisch allgemein als Thrombophlebitis bezeichnet. Kleinste Risse oder Veränderungen in den Blutgefäßen sind häufig die Ursache, dass sich die Venenwände entzünden und sich zunächst kleine Blutgerinnsel bilden, die sich anschließend zu einer Entzündung entwickeln. Bei einer Entzündung der oberflächlichen Krampfadern sprechen Fachärzte von einer Varikophlebitis.

Venenentzündungen und damit ein Venenleiden können aber auch an den Armen, nach beispielsweise einer Blutabnahme, durch einen Katheter oder einen Insektenstich entstehen.

Venenleiden in Form einer tiefen Venenthrombose

Ein weiteres Venenleiden stellt die tiefe Venenthrombose dar, sie ist im eigentlichen Sinne eine Entzündung. Allerdings sind bei dieser Form des Venenleidens die in der Muskulatur befindlichen tief liegenden Venen entzündet oder thrombosiert. Man spricht in solchen Fällen des Venenleidens von einer Phlebothrombose. Bei der Diagnose einer tiefen Venenthrombose sind unverzüglich Therapiemaßnahmen zu ergreifen, da eine Verschleppung zu einer gefährlichen Lungenembolie führen kann.

Venenleiden in Form einer chronischen Venenschwäche

Bleiben tiefliegende stark vergrößerte Krampfadern auf Dauer unbehandelt und ist dementsprechend der Blutfluss in den Beinen durchgehend gestört, kann eine chronische Venenschwäche die Folge sein. Ein anfänglich leichter, später starker Juckreiz, der in Verbindung mit Verfärbungen der Haut auftritt, ist ein klares Indiz für diese Art des Venenleidens. Im schlimmsten Fall führt eine chronische Venenschwäche, mit einhergehenden äußerlichen Entzündungen und Geschwüren zu einem umgangssprachlich benannten „offenen Bein“, medizinisch Ulcus cruris genannt.

Sabrina Mandel

 

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