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Ratgeber Venenleiden

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Venenleiden
Entstehung eines Venenleidens

Die Entstehung eines Venenleidens kann je nach Ausprägungsform sehr unterschiedliche Ursachen haben. Häufig liegen die Gründe in einem schwachen Bindegewebe oder einer geschwächten Venenmuskulatur sowie einer gestörten Funktion der Venenklappen.

Allerdings können auch andere Faktoren für die Entstehung eines Venenleidens verantwortlich sein. So ist die Entstehung eines Venenleidens teilweise eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen, weshalb es besonders wichtig ist, bei der Entstehung von Krampfadern, dem Gefühl schwerer Beine oder Schwellungen, die häufig am Ende des Tages auftreten, einen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose über die auslösenden Faktoren ist entscheidend, um mögliche Risikofaktoren ausschließen zu können.

Entstehung eines Venenleidens

Durch den Blutkreislauf des Körpers eines Erwachsenen fließt durchschnittlich und je nach Geschlecht ca. fünf bis sechs Liter. Bei einem gesunden Menschen leiten die Venen das Blut zum Herzen hin und die Arterien verteilen es wiederum vom Herzen in den Körper, sodass eine Art Kreislauf entsteht. Dieser kann durch ein Venenleiden in seiner Funktionsfähigkeit beeinträchtigt werden.

In den Beinen ist für diesen Prozess ein dreigliedriges System von Venen verantwortlich: Die oberflächlichen Beinvenen ziehen das Blut aus dem umliegenden Gewebe und leiten es über Verbindungsvenen zu den tiefen Beinvenen. Diese pumpen das „verbrauchte“ Blut mithilfe der Beinmuskulatur über Venenklappen, die ähnlich wie ein Ventil funktionieren, gegen die Schwerkraft nach oben zum Herzen.

Das Venensystem ist außerdem für die Wärmeregulation des Körpers verantwortlich: Bei Wärme weiten sich die oberflächlichen Beinvenen und sorgen dafür, dass der Körper Wärme abgeben kann und dementsprechend nicht überhitzt. Ist die Umgebungstemperatur kühl, ziehen sich diese Venen zusammen und halten die Wärme im Körper.

Der Blutkreislauf ist ein sehr ausgeklügeltes System im menschlichen Körper, weshalb sehr unterschiedliche Faktoren die Entstehung eines Venenleidens verursachen können:

Entstehung eines Venenleidens durch Bindegewebsschwäche

Wenn ein Venenleiden nicht auftreten soll, sind die Venenklappen für das problemlose Funktionieren des Blutkreislaufs von entscheidender Bedeutung. Die Gefäßwand rund um die Venenklappen ist bei einem gesunden nicht von einem Venenleiden betroffenen Menschen straff und gespannt. Ist das Bindegewebe jedoch schwach, können die Venenklappen dem Druck des Blutes nicht standhalten und es kommt zu einem Rückfluss, der die Entstehung eines Venenleidens verursachen kann. Durch das zurücklaufende Blut und den zusätzlichen Druck weiten sich die Venen und die unterliegenden Venenklappen müssen zusätzlich stärkerem Druck standhalten. Der Betroffene hat durch diesen Prozess das Gefühl, dass die Beine schwer werden, was dementsprechend ein erstes Indiz für die Entstehung eines Venenleidens sein kann. Mediziner sprechen bei der Entstehung eines Venenleidens, das durch diese Ursache entsteht, von einer Klappeninsuffizienz. Eine Bindegewebsschwäche ist bei einem Venenleiden in den meisten Fällen erblich bedingt.

Entstehung eines Venenleidens durch unbehandelte Krampfadern

Obwohl Krampfadern bereits ein sichtbares Symptom für die Entstehung eines Venenleidens sein können, müssen sie nicht immer gefährlich sein und therapiert werden. Bei manchen Menschen treten die oberflächlichen Beinvenen unverhältnismäßig stark hervor, wenn sie schwitzen, was jedoch noch kein Anzeichen für ein Venenleiden oder krankhaft sein muss.

Anders verhält es sich bei einem chronischen Venenleiden. Hierbei entstehen innerhalb eines kürzeren Zeitraums durchgehend sichtbare Adern und der Betroffene zusätzlich mit dem Gefühl der schweren Beine und Schwellungen an den Knöcheln zu kämpfen hat. Die Entstehung eines chronischen Venenleidens kann damit beginnen, dass nach einem langen Tag der untere Bereich der Beine sowie die Füße anschwellen. Die Schwellung fühlt sich dann warm an, geht aber zurück, sobald man die Beine hochgelagert hat, oder ist spätestens am nächsten Morgen verschwunden. Beobachtet man diese körperliche Besonderheit über einen längeren Zeitraum, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden, da davon auszugehen ist, dass es in den inneren Beinvenen zu beschriebenem Rückfluss kommt, der zunächst ein Venenleiden und weitere Krampfadern und folgend Entzündungen sowie Thrombosen verursachen kann.

Entstehung eines Venenleidens durch Lebensumstände

Nicht immer ist an der Entstehung eines Venenleidens eine körperlich bedingte Schwäche schuld. Menschen, die beispielsweise wegen ihres Berufs viel stehen müssen, Übergewichtige und auch Schwangere sind Risikopatienten für die Entstehung eines Venenleidens.

Sabrina Mandel

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Therapie Venenleiden

Ein Venenleiden ist heilbar. Für eine erfolgreiche Therapie ist es entscheidend, frühestmöglich mit der Behandlung zu beginnen und bereits bei Verdacht auf ein Venenleiden einen Arzt aufzusuchen.

Je nach Art und Ausmaß gibt es verschiedene Maßnahmen zur Therapie eines Venenleidens. Während bei einer Reihe von Patienten eine Änderung der Lebensgewohnheiten schon erste Erfolge zeigt, sind in schwerwiegenderen Fällen Medikamente oder gar operative Eingriffe zur Therapie eines Venenleidens notwendig. Generell gilt für erblich vorbelastete Patienten und Betroffene, die therapeutische Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen haben, ein einfacher Leitspruch zur weiteren Vorbeugung eines Venenleidens: lieber Liegen und Laufen, statt Sitzen und Stehen.

Medizinische Kompressionsstrümpfe kommen zur Basisbehandlung von Venenerkrankungen am häufigsten zum Einsatz. Eine natürliche und nachhaltige Therapieform ohne Nebenwirkungen.

Das Venenleiden ist relativ weitverbreitet in der Bevölkerung. Zu den häufigsten Arten des Venenleidens gehören die Krampfadern und sog. Besenreiser. Die Symptome und auch Ursachen für ein Venenleiden sind jedoch recht unterschiedlich und können sowohl erblich bedingt sein als auch an bestimmten Lebensumständen liegen.

Bei vielen Betroffenen sind therapeutische Maßnahmen nötig, um eine Verschlimmerung der Symptome einzudämmen und mögliche resultierende Folgeerkrankungen zu verhindern. Der erste Ansprechpartner bei Verdacht auf ein Venenleiden ist stets der Hausarzt, dessen therapeutische Handlungsoptionen allerdings in akuten Fällen rasch begrenzt sein können. Qualifizierte Venenspezialisten sind sog. Phlebologen.