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Ratgeber Venenleiden

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Venenleiden
Wissenswertes zum Venenleiden

Der Blutkreislauf ist ein ausgeklügeltes System, das aus einem Netz aus Venen und Arterien besteht: Die Venen leiten das Blut zum Herzen hin, die Arterien wiederum verteilen das Blut vom Herzen in den Körper. Durch diesen Kreislauf zirkulieren viele Tausend Liter Blut täglich durch die Venen und Arterien, was gerade für das Venensystem mit zugehörigen Venenklappen Höchstleistung bedeutet.

Ein Venenleiden kann erblich bedingte Ursachen haben. Es gibt jedoch einige Faktoren, die jeder beachten kann, ein Venenleiden zu verhindern und sein Venensystem zu unterstützen. Generell hilft viel Bewegung, um einem Venenleiden vorzubeugen.

Wissenswertes zum Venenleiden

Statistiken zufolge leiden etwa die Hälfte aller Mitteleuropäer im Laufe ihres Lebens an einem Venenleiden. Frauen sind dabei generell häufiger betroffen als Männer und das Risiko, an einem Venenleiden zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu.

Verständlicherweise machen sich die wenigsten Menschen Gedanken darüber, welche Höchstleistungen die Venen und die ventilartigen Venenklappen leisten, solange das System problemlos funktioniert. Entstehen jedoch erste kleine Besenreiser und damit ein Venenleiden, hat man regelmäßig das Gefühl der schweren Beine, gilt es, so schnell wie möglich Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Dabei ist es überhaupt nicht schwierig, seinen Venen etwas Gutes zu tun und einem Venenleiden vorzubeugen. Mit ein paar einfachen Tricks unterstützt man die natürlichen Funktionen des Blutkreislaufs und kann einem Venenleiden ohne großen Aufwand vorsorgen.

Faustregel

Die einfachste Regel, einem Venenleiden vorzubeugen, ist die Faustregel der zwei „guten L“ und zwei „schlechten S“: Lieber Liegen und Laufen, statt Sitzen und Stehen. So banal sich diese Regel zunächst anhört, sie bedient ein ganz einfaches Prinzip: Die Venen und Venenklappen sind dafür verantwortlich, dass der Blutfluss gegen die Schwerkraft zum Herzen geleitet wird. Die Beinmuskulatur unterstützt dabei die Pumpfunktion in den Beinen. Dementsprechend verhilft eine trainierte Muskulatur unmittelbar dem problemlosen Blutfluss in den Beinen. Das Laufen stärkt die Muskulatur, das Liegen entspannt die Venenklappen, da das Blut ohne Entgegenwirken der Schwerkraft zirkulieren kann. Beim Stehen hingegen muss das Venensystem mit voller Energie gegen die Schwerkraft arbeiten, und auch beim Sitzen wird vor allem die untere Muskulatur in den Beinen belastet.

Wärme schadet

Je elastischer und straffer das Bindegewebe in den Beinen ist, desto problemloser funktioniert der Blutfluss über das Venensystem. Bei Wärme weiten sich die Gefäße rund um die Venen, da die Venen zusätzlich für die Wärmeregulation im Körper verantwortlich sind. Bei heißen ausgedehnten Vollbädern und langem Sonnenbaden weiten sich also die Gefäße in den Beinen und die Venenklappen werden zusätzlich belastet. Kalte Wadenduschen schaffen andererseits einen zusammenziehenden Effekt im Bindegewebe und sind eine effektive Maßnahme zum Vorbeugen eines Venenleidens.

Einfache Änderungen im Alltag

Wer beruflich bedingt viel sitzen muss, hat generell ein höheres Risiko, früher oder später an einem Venenleiden zu erkranken. Es gibt jedoch ein paar einfache Übungen, die ohne größeren Aufwand in den Alltag integriert werden können und ein Venenleiden vorbringen können: Wann immer es möglich ist, sollte man auf festes Schuhwerk verzichten. Barfuß oder auf Socken ist dann eine kurze Trainingseinheit für die Waden weit effektiver. Zur Stärkung der Muskulatur und gegen die Entstehung eines möglichen Venenleidens kann man wann immer es möglich ist, in den Zehenstand gehen und langsam zwischen rechter und linker Ferse wechseln. Außerdem sollte man stets die Treppe dem Fahrstuhl vorziehen. Auch kleine federnde Hüpfer auf der Stelle und zwischendurch ein paar Kniebeugen eignen sich perfekt, das Venensystem nach längerem Sitzen auf Trab zu bringen und die Muskulatur zu stärken. Allgemein gesagt: Viel Bewegung hilft, einem Venenleiden vorzubeugen.

 

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Therapie Venenleiden

Ein Venenleiden ist heilbar. Für eine erfolgreiche Therapie ist es entscheidend, frühestmöglich mit der Behandlung zu beginnen und bereits bei Verdacht auf ein Venenleiden einen Arzt aufzusuchen.

Je nach Art und Ausmaß gibt es verschiedene Maßnahmen zur Therapie eines Venenleidens. Während bei einer Reihe von Patienten eine Änderung der Lebensgewohnheiten schon erste Erfolge zeigt, sind in schwerwiegenderen Fällen Medikamente oder gar operative Eingriffe zur Therapie eines Venenleidens notwendig. Generell gilt für erblich vorbelastete Patienten und Betroffene, die therapeutische Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen haben, ein einfacher Leitspruch zur weiteren Vorbeugung eines Venenleidens: lieber Liegen und Laufen, statt Sitzen und Stehen.

Diagnose Venenleiden

Obwohl Schätzungen zufolge viele Menschen in Deutschland von krankhaft veränderten Venen betroffen sind, erkennen viele die ersten Symptome nicht als Warnsignal ihres Körpers. Doch bereits häufig kribbelnde Beine, Schwellungen an Knöcheln und Füßen sowie farbliche Veränderungen der oberflächlichen Venen an den Beinen können auf den Beginn eines Venenleidens hindeuten. Deshalb kann es für den weiteren Verlauf des Venenleidens entscheidend sein, bei ersten Beschwerden unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, um eine fundierte Diagnose zu erhalten. Je früher einem beginnenden Venenleiden entgegengewirkt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Zudem kann die Diagnose über die Ursachen eines Venenleidens auch andere mögliche Erkrankungen aufzeigen.